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Sterben um zu Leben

Wie schafft man es zu sterben, damit aus einem was neues anderes entsteht.Ich habe soviele Phasen in meinem Leben durchgemacht. Brav, Gothic,...Jetzt bin ich Mutter und mit mir sehr unzufrieden.Mein Kopf strebt nach Perfektionismus. Mein Körper weigert sich.Klar, niemand ist perfekt. Und Perfektionismus ist auch nicht erstrebenswert.Aber mein Kopf ekelt sich, wenn Sachen herumliegen und ich nicht die Zeit finde sie wegzuräumen, weil mein Sohn wichtiger ist.Ich glaube, es ist eine Sache der Gewohnheit. An irgendwas muss man sich festhalten um selber Sicherheit zu bekommen.Routine und Perfektion geben Sicherheit.Ich fühle mich täglich, als ob mir alles entgleiten würde.Warum also nicht mein altes Ich sterben lassen um ein neues Ich entstehen zu lassen.Das bedeutet viel Planung. Auch planen gibt Sicherheit. Man muss Kontrolle haben. Wenn nichts passiert auf das man nicht vorbereitet ist, dann ist alles sicher.Besuch? Kein Problem, wenn aufgeräumt ist. Dann gibt es keine Scham und Schuldgefühle. Man muss sich nicht genieren und kann entspannt zusagen. Gewisse Charaktereigenschaften stören im neuen Leben, gewisse Routinen und Gewohnheit sind nicht mehr brauchbar. Also: raus damit.Werde mich gleich an den Block klemmen und überlegen. Planen.Mein neuer Leitspruch: Wenn du nicht leuchten kannst, bring alles rund um dich herum zum leuchten.
5.12.16 10:58


...

Jahre sind vergangen. Sie fließen und keiner weiß wohin. Ich denke sie ziehen in den Kopf. Von dort kommen sie nicht weg. Sie werden zu Erinnerungen, die sich vermischen und verheddern und keinen klaren Gedanken zulassen. Ist alles so geschehen oder kreiert das Gehirn aus mehreren von ihnen eine falsche Erinnerung, die für einem selbst wahr ist?Ich weiß, ich hab ein Kind jetzt. Ich seh ihn täglich, also muss er existieren. Aber sind alle Erinnerungen echt??Ich bin nur mehr gestresst und angespannt.Es wartet viel Arbeit auf mich. Arbeit an mir selber. Im Kopf muss alles perfekt sein, aber die ständige Müdigkeit und der Stress zehren an mir. Verwandeln meinen Körper in kaltes Metall. Unmöglich zu bewegen.Vielleicht existiert Gestern auch gar nicht. Vielleicht auch Heute nicht. Es ist möglicherweise so, dass der ganze Körper nicht da ist. Schlafe ich?Schon Poe hat es ausgesprochen....Ist alles was wir sind und scheinen nur ein Traum innerhalb eines Traumes. (So oder so ähnlich, hat er gemeint)Na dann: lasst mich anfangen zu träumen!!!
4.12.16 11:16


Vorbereitungstag

Sodala.
Heute war ich noch nicht auf der Waage, aber dafür morgen.
Ich werd mich bemühen immer unter den selben voraussetzungen auf die Waage zu steigen.
Heute fang ich auch an mit Fahrradfahren auf meinem Hometrainer. Ich hab mir fix vorgenommen langsam und moderat anzufangen (wichtig!, denn ich übertreib sehr gern und dann muss ich immer längere Zeit pausieren). Ich hab vor, jeden 2ten Tag zu fahren. Dafür möchte ich mir zusätzlich ein Morgenstartprogramm zurecht schneidern, dass ich dann auch ganz bestimmt mache (etwas zum Kreislauf anregen, damit ich nicht den ganzen Vormittag verschlafe)
Ernährungsmäßig sind meine ersten schritte: ausreichend zu trinken (und zwar Wasser und Kräutertees - ich hab mit diesen Getränken kein Problem...also von wegen mich quälen zu trinken - ich vergess nur leicht darauf was zu trinken) und aufzuschreiben, was ich Esse den ganzen Tag lang.
Das wars fürs erste.

17.9.14 17:42


Wieder da

Sodala, lang ist's her. jetzt wird sich hier einiges ändern. Genauso, wie ich mich geändert habe. Update: ich bin jetzt 31 und such mich immer noch. Am 22. Dezember 2012 hab ich meinen jetzigen Freund kennengelernt. Der mir teilweise extrem auf den Sack geht. Aber das mit der Abhängigkeit ist so eine Sache. Ich hab viel vor in nächster Zeit und ich will darüber schreiben, aber so, dass mein Freund das nicht mitkriegt. Im Moment. Interessiere ich mich sehr für abnehmen und Hexen. Mal schauen, was ich da Nettes finden kann. Seit den letzten Einträgen ist sehr viel Zeit vergangen und ich hab zugenommen wie ein Mastschwein. Das soll sich jetzt ändern. Ich berichte euch demnächst mehr. Shadowmancer
16.9.14 10:45


Spital

So. Hier bin ich wieder.

Ich war die letzten Wochen im SMZO, wegen 2 Suizidversuchen, die leider nicht geklappt haben.

In der Zeit hab ich mich auch von meinem Lebensgefährten getrennt. Das war gut so - ich hab ihn zwar lieb, aber mehr auch nicht. Irgendwie ist die Magie der Beziehung verloren gegangen. Alles war nur mehr Alltag. Ich hab mich nicht mehr wohlgefühlt. Da ist es besser Schluss zu machen, als zu warten bis das ganze ein tragisches Ende nimmt.

Während meines Aufenthalts hab ich auch meine furchtbare Mitbwohnerin rausgeworfen. Mein ganzer Teppichboden ist voller Brandlöcher, weil sie zu blöd zum rauchen ist und auch gern nebenbei mal einpennt. Sie hat mich ehrlich aufs schlimmste beschimpft und mir dann auch noch gedroht. Wenigstens hab ich von einem guten (leider bis jetzt noch ehemaligen) Freund eine Zusage zur Hilfe bekommen. Jetzt ist sie gottseidank weg - aber sie kommt noch regelmäßig wegen ihren Sachen zu mir - das Groß hat sie schon abtransportiert, aber einige Säcke und Taschen sind noch da.

Mein Ex wird auch demnächst ausziehen - er kriegt ne nette Eigentumswohnung im 10. - genau das was er sich gewünscht hat. Ich freu mich sehr für ihn, liegt er mir ja doch am Herzen. Er ist jetzt mein bester Freund und ich hoffe, das bleibt auch so.

Ich war einige Zeit auf Websingles angemeldet (was für ein peinlicher Fehler), hab aber dadurch einen netten Typen kennengelernt, den ich hoffentlich bald meinen Freund nennen darf. Er heisst Joe und mit ihm ist irgendwie alles anders. Wir gehen spazieren, ins Kino,... Dinge die ich schon lang nicht mehr gemacht hab. Andererseits hab ich Angst ihn zu verlieren. Ich hab mich wieder gebrannt und ich weiss nicht, wie gut er das akzeptieren kann und wie sehr ich ihm am Herzen liege, dass er damit leben kann. Ich bin so blöd, komme aber einfach nicht aus meiner Haut heraus.

Ich fürchte mich schon von der Zeit, wo ich allein leben werde. Ich verkrafte das nicht den ganzen Tag allein zu sein. Da freu ich mich, wenn mein Ex am Abend heimkommt. Aber dann wird niemand mehr kommen und ich werd Tag und Nacht allein sein.

Wenn der Joe dann noch abspringt, weil ich ihm zu viel bin, dann hab ich gar keine Hoffnung mehr.

Morgen hab ich Vorsprechen wegen einer Rehab im OWS. Ich war schon mal 4 Monate dort. Eigentlich will ich gar nicht, aber wer kann mir sonst helfen? Aber irgendwie will ich doch, weil meine ganze Hoffnung daran hängt. Aber was ist mit meinen Katzen in der Zwischenzeit - ich muss unbedingt jemanden finden, der auf sie achtgibt und sie bekuschelt. Ich liebe sie mehr als mein eigenes Leben.

Ich hoffe die Zukunft birgt einige nette Überaschungen und ich finde wieder den Weg zurück ins Leben.

In Dunkelheit und Einsamkeit, Shadowmancer

8.4.10 16:37


Meds

Manchmal frag ich mich: warum weiterleben. Und dann wieder ist das Leben schön.

Aber ist es wirklich schön? Machen das nicht die Tonnen von Tabletten, die ich nehme? Bin das wirklich ich??

Und wenn es mir schlecht geht, wenn ich meine Tabeletten vergesse? Ist das nur Entzug? Wirken die denn nicht nach?

Anderen geht es nicht so schlecht, wenn sie einmal die Tabletten vergessen. Warum dann mir?

Gestern war ich wieder ganz verzweifelt. Ich fühl mich dann immer sinnlos und habe das Gefühl andere sehen mich als nichts. Das bin ich eigentlich auch. Ich hinterlasse nie einen wirklichen Eindruck in den Leuten. Ich bin einfach jemand der da halt auch war. Niemand wichtiger.

Und ohne Meds hab ich das Gefühl es geht meinen Freunden genau so. Ich misstraue dann jedem. Habe das Gefühl nichts ist ehrlich gemeint und niemand will mich. Egal wie. Ich fasse dann jedes Wort falsch auf.

Aber ist das nur der Tablettenentzug? Kommt der so schnell? Nach einem Tag? Dann müsst es mir doch jeden Abend dreckig gehen. Oder doch nicht?

Das ist alles so kompliziert! Wer bin ich dann wirklich? Bin ich das, was ich mir ausdenke - weil ich so ja dann doch existiere - oder doch nicht wirklich? Oder ist alles nur ne riesen Show? Bin ich nur das was ich vorgebe zu sein und die Tabletten unterstützen das auch noch?

Aber wenn ich nicht das bin, was ich für die andern zur schau trage, was bin ich dann? Ein Imposter?? Ein Nichts?

Soviele fragen und doch keine Antwort. Ich fühl mich wie in einem Labyrinth. Kein Ausweg - nur immer neue Sackgassen und ich dreh mich im Kreis, immer schneller, immer schneller - bis ich hinfalle.

Und da ist niemand der mir wieder aufhilft. Nur ein riesiges Labyrinth in dem mich keiner schreien hört.

 

In Dunkelheit und Einsamkeit, Shadowmancer

 

8.2.10 20:52


Rauchen

Einst da war ne kleine Maus

die kannte sich in der Welt nicht aus.

Da kamen lauter neue Sachen -

brauchst nur einige Dinge machen!

Wie wärs mit Rauchen - "Nur Eine nur!

Das ist die Welt - ganz pur!"

Sie zog an einem dieser Glimmstengel

Da wars als sängen lauter Engel

Die Welt erschien ihr plötzlich bunt -

doch begraben lag darin ein Hund!

Die Welt war nur am Anfang so,

das High-Gefühl machte nur am Anfang froh.

Jetzt raucht sie schon seit ein paar Jahren.

Den Schein den wollt sie trotzdem wahren

"Ich rauch nicht viel - doch nur ein bisschen"

Sie stand im Schnee auf schwankenden Füsschen:

bei jedem Wetter ging es raus -

geraucht wird sicher nicht zu Haus.

Jetzt hat sie beschlossen das Rauchen zu lassen,

die Freiheit kann sie fast schon fassen

Sie weiss, es wird sehr schwer für sie

doch wird sie's schaffen - sie ist dafür

Kein Lungen- oder Kehlkopfkrebs

kein Asthma  und kein "Komm lebs,

das Hochgefühl" - das innere Sterben

kein: vor anderen für den Tod werben

Endlich Freiheit, frische Luft

sie hofft, dass ihr Traum nicht verpufft.

Morgen wird sie es wagen

und es allen Leuten sagen

"Ich steige aus vom qualmenden Leben!

Gebt mir doch alle euren Segen!

Damit es klappt und Friede mich erfüllt

und mich Gesundheit wieder einhüllt."

 

 Ab morgen wird es ernst - ich muss wirklich meine Finger von diesem Scheiss lassen. Ich fühl mich nur mehr schwach und unmotiviert. Ich kanns gar nicht glauben, aber es ist wahr... bevor ich mit dem Rauchen angefangen hab gings mir eindeutig besser. Da hab ich noch Sport gemacht und die Stufen kam ich auch leichter rauf. Jetzt komm ich schon wegen jedem bisschen Anstrengung ins Schnaufen. Aber ich werd das schaffen, weil ich es will. Und dann kann sich der beste Freund von meinem Lebensgefährten festhalten. Der hat ewig geraucht und nur weil er 4 Monate rauchfrei ist, lacht er mich aus. Ich hasse selbstgefällige Nichtraucher! Aber ab morgen wird alles anders. Alles ist durchgeplant - alles vorbereitet. Da kann ja nichts mehr schief gehen.

Ein Hoch auf ein gesundes und rauchfreies Leben!

 

In Dunkelheit und Einsamkeit, Shadowmancer

31.1.10 16:25


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